Basisinformationen zu TV-Nutzung, Audionutzung und Werbemarkt
TV-Markt
AGF Videoforschung
Das Fernsehforschungssystem in Deutschland
Seit drei Jahrzehnten ist die AGF Videoforschung GmbH der Vorreiter, wenn es um die Messung von TV- und Onlinevideo-Reichweiten geht. Sie liefert einen offenen Marktstandard für die Medien und Werbeindustrie – unabhängig vom Verbreitungsweg, Nutzungszeitpunkt, -ort oder Endgerät. Diesen Standard entwickelt die AGF in enger Zusammenarbeit mit ihren Partnern und in enger Abstimmung mit Vertretern der werbungtreibenden Unternehmen und Agenturen weiter. Sie investiert dafür jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag.
Herz der Reichweitenforschung ist das AGF-Panel, das die AGF in Kooperation mit der GfK betreibt und das mit ca. 5.400 täglich berichtenden, repräsentativ ausgewählten Haushalten und den darin lebenden ca. 11.000 Personen ab 3 Jahren eines der größten TV-Panels weltweit ist. Neben TV-Haushalten umfasst das Panel auch sog. Non-TV-Haushalte, also Haushalte ohne klassischen Big Screen, aber mit Streaming-Devices. Das erweiterte Panel ist Grundlage für Auswertungen im Bewegtbildstandard.
Grundgesamtheit des Panels ist die "Wohnbevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland in Privathaushalten mit mindestens einem Fernsehgerät in Gebrauch oder mindestens einem streamingfähigen Device und einer deutschsprachigen Haupteinkommensperson". Mit dieser Grundgesamtheit wird die Bewegtbild-Nutzung von rund 79,463 Millionen Personen ab 3 Jahren in 41,033 Millionen Bewegtbildhaushalten abgebildet, sowohl für die Bundesrepublik als auch für die einzelnen Bundesländer (Stand 01.01.2026).
ab 2024: Satellit, Kabel, Terrestrik und Internet (TV)
Begriffsdefinitionen (ab 2024):
Satellit: TV-Empfang über eine Satellitenschüssel oder über eine Satelliten-Gemeinschaftsanlage
Kabel: TV-Empfang über einen Kabelanschluss, mit einer i.d.R. monatlichen Gebühr an einen Kabelnetzbetreiber (alternative Abrechnung über Mietnebenkosten möglich)
Terrestrik: TV-Empfang über DVB-T / DVB-T2, wofür eine Haus-, Zimmer- oder Stabantenne und ein DVB-T- / DVB-T2-Receiver benötigt werden
Internet (TV): TV-Empfang über das Internet, inkl. IPTV-, OTT- und Hybridangeboten
Die Emfangsarten werden in den Haushalten für alle unter Messung stehenden TV-Geräte (inkl. der angeschlossenen Zusatzgeräte) ermittelt. Auf Basis der Empfangsebenen-Hierarchie wird jeder Haushalt genau einer Empfangsebene zugeordnet.
Pro Tag sehen nach wie vor knapp 56% der deutschsprachigen Bevölkerung ab 3 Jahren in Deutschland fern (Mindestbedingung von 1 Minute konsekutiv). Das bedeutet, dass jeden Tag von durchschnittlich 43,798 Mio. Personen in Deutschland das laufende Fernsehprogramm für mindestens eine Minute konsekutiv eingeschaltet wird.
Daten zum Seher im Zeitverlauf, sowohl beim Gesamtpublikum als auch bei den 20-59-Jährigen, seht ihr hier.
TV-Sehdauer pro Tag
TV-Sehdauer pro Tag
Knapp 2:40 Stunden war die durchschnittliche Sehdauer pro Tag im TV in 2025.
Die Sehdauer gibt an, wie lange im Durchschnitt eine Person im Panel innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls ferngesehen hat. In diesen Durchschnittswert gehen alle Panelmitglieder ein, gleichgültig, ob sie tatsächlich ferngesehen haben oder nicht.
Die Sehdauer im Zeitverlauf und für weitere Zielgruppen findet ihr hier.
TV-Marktanteile
TV-Marktanteile
Der Marktanteil gibt den prozentualen Anteil der durchschnittlichen Sehbeteiligung einer Sendung, eines Werbeblocks oder eines bestimmten Zeitintervalls an der Gesamtsehdauer aller Programme zum jeweiligen Zeitpunkt an.
Mit 12,7% Das Erste und 13,6% der Dritten machen die Sender der ARD gut 1/4 der gesamten Sehbeteiligung im TV-Markt aus.
TV Tagesablauf
TV Tagesablauf
Der Vorabend nimmt innerhalb des gesamten Fernsehtages einen besonderen Stellenwert ein. Mit „Vorabend“, „Pre-„ oder „Access-Primetime“ wird die Zeit zwischen ca. 17 Uhr und 20 Uhr bezeichnet. Die 20 Uhr Tagesschau im Ersten setzt dabei seit über 60 Jahren in Deutschland die Zäsur zum Hauptabend.
Durch Werbung kann in der TV-Primetime aber nur ein Teil der Zuschauer erreicht werden, denn im Ersten und in den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern insgesamt ist Werbung nach 20 Uhr in Deutschland nicht erlaubt.
So sind am Vorabend letztlich mehr und vor allem auch andere Zuschauer als am Hauptabend mit TV-Werbung erreichbar.
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Audio-Markt
ma Audio
ma Audio
Die ma Audio ist die Konvergenzwährung für Radio und Online-Audio in Deutschland.
Audio Daten online
Audio Daten online
Wo finde ich aktuelle Audio Reichweiten? Die ARD MEDIA Forschung stellt unter www.reichweiten.de folgende Daten bereit…
ma IP Audio
ma IP Audio
Die ma IP Audio ist die Webradio-Nutzungsstudie der agma. Sie liefert einen logfilebasierten Messstandard für Webradio und bildet für alle Messteilnehmer die komplette Webradionutzung über alle denkbaren Nutzungswege ab – ob stationäres oder mobiles Internet, WLAN-Radio, externe Player oder Apps. Für die Erstellung dieses Messstandards werden die Logfiles aller an der Messung teilnehmenden Channels in regelmäßigen Abständen ausgelesen, von den Teilnehmern an einen unabhängigen Dienstleister geschickt, dort geprüft und weiterverarbeitet. Die Besonderheit dabei: Bei der ma IP Audio werden keine reinen Stream-Starts gezählt, sondern auf Basis identischer Clientinformationen zusammenhängende Nutzungsvorgänge gebildet, sogenannte Sessions. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass Abrufe, die auf technischer Ebene zwar aus mehreren einzelnen Datenpaketen bestehen, beim Webradio-Nutzer jedoch als ein durchgehender Radio-Stream zu hören sind, auch als ein zusammenhängender Radio-Stream in die Statistik eingehen.
ma Podcast
ma Podcast
Die ma Podcast ist eine logfilebasierte Messung von Podcast-Abrufen („valide Downloads“) der agma.
Werbemarkt
Werbetrend 2026
Werbetrend Januar - März 2026
Die Bruttoumsätze im deutschen Werbemarkt liegen im Zeitraum Januar- März 2026 mit einer Veränderung von +0,8% leicht über Vorjahresniveau. Der TV-Markt zeigt dabei im Januar-März 2026 einen Rückgang um -1,5%. Die ARD wächst hierbei um +7,1% auf, das ZDF verringert sich um -7,6%. Die Bruttospendings im Radio sinken im Zeitraum Januar- März 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um -3,2%. Der Gesamt-Bruttoumsatz der Sender der ARD MEDIA verändert sich um -8,1%, der Bruttoumsatz der RMS-Sender weist eine Veränderung von -1,5% auf. Die Umsätze der von Nielsen im Werbetrend ausgewiesenen Online-Angebote zeigen im Januar- März 2026 im Vergleich zum Vorjahr eine Veränderung von +10,7%. (Umsatzmeldung durch den OVK, vorläufige Daten). Die Bruttoumsätze der Printmedien liegen im Betrachtungszeitraum um +0,6% über Vorjahr (PZ -1,1%, TZ +1,2%). Out-of-Home verändert sich im Zeitraum Januar- März um +1,8%. Aufgrund von Nachlieferungen der Vermarkter kann es hier nachträglich zu Veränderungen der Bruttoumsätze kommen. Kino wächst in den ersten drei Monaten 2026 im Vergleich zum Vorjahr um +1,3%.
Die Bruttoumsätze im deutschen Werbemarkt liegen im Zeitraum Januar- Dezember 2025 mit einer Veränderung von -0,5% leicht unter dem Vorjahr. Der TV-Markt sinkt hierbei mit einer Veränderung von -4,2%. Die ARD verändert sich mit -7,1%, das ZDF um -2,6%. Die Bruttospendings im Radio liegen im Zeitraum Januar- Dezember 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei +0,3%. Der Gesamt-Bruttoumsatz der Sender der ARD MEDIA stagniert im Vergleich zum Vorjahr mit einer Veränderung von +0,1%, der Bruttoumsatz der RMS- Sender verändert sich um +0,4%. Die Umsätze der von Nielsen im Werbetrend ausgewiesenen Online-Angebote zeigen im Zeitraum Januar- Dezember 2025 im Vergleich zum Vorjahr eine Veränderung von +1,6% (Umsatzmeldung durch den OVK, vorläufige Daten). Die Bruttoumsätze der Printmedien liegen im Betrachtungszeitraum um +1,6% über Vorjahr (PZ -3,7%, TZ +3,8%). Out-of-Home wächst im betrachteten Zeitraum um +9,9%. Aufgrund von Nachlieferungen der Vermarkter kann es hier nachträglich zu Veränderungen der Bruttoumsätze kommen. Kino weist einen Rückgang um -0,8% im Zeitraum Januar- Dezember 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf.
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Konsumenten-Märkte
best for planning
best for planning
Markt-Media-Studien sind eine verlässliche Quelle, um sich über Kauf und Verwendung von Produkten sowie die Nutzung von Dienstleistungen zu informieren. Sie bieten darüber hinaus die Möglichkeit, diese Konsumdaten mit Daten zur Mediennutzung zu kombinieren.
Deutschlands größte Markt-Media-Studie ist die b4p (best for planning). Sie wird von den meisten Mediaagenturen genutzt und hat ca. 40 Lizenznehmer. Auch ARD MEDIA ist Lizenznehmer der b4p.
Käufer lassen sich am ehesten da finden, wo die entsprechende Kaufkraft vorhanden ist. Es geht weniger um jüngere oder ältere Zielgruppen. Markterfolg kann sich nur dann einstellen, wenn diejenigen Teile der Bevölkerung im strategischen Fokus stehen, die einen signifikant höheren Konsumspielraum als der Durchschnitt haben. Konsumwünsche müssen mit vorhandenem Einkommen realisierbar sein: Das sind die "Konsumaktiven".
Die Konsumaktiven sind die aktive Mitte der Gesellschaft, das einkommensstärkste und konsummächtigste Drittel der Bevölkerung. Es besteht hoher Bedarf an Konsumgütern und Dienstleistungen rund um die Themen Urlaub, Mobilität, Wohnen, Garten, Wirtschaft und Finanzen.
Die Zielgruppe stellt rund ein Drittel der Fernsehbevölkerung, also rund 23 Mio. Konsumenten. Der Altersschwerpunkt liegt zwischen 40-69 Jahren. Männer sind etwas stärker repräsentiert. Die Konsumaktiven sind überwiegend berufstätig, haben ein überdurchschnittliches Bildungsniveau und ein entsprechend überdurchschnittliches Haushaltsnettoeinkommen.
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